PFLEGETIPS


Hier schreibe ich unsere eigenen Erfahrungen nieder - im Netz "schwirren" viele Pflegetips herum - und jeder hat da so seine "Geheimrezepte", auf die er "schwört".

 

Grundsätzlich ist es so, dass es die "Geranien" / Pelargonien nicht zu nass an den "Füssen" haben möchten, denn schliesslich haben sie ihren Ursprung in Südafrika. Aus einigen dort heimischen Arten wurde alle heute bekannten Sorten herausgezüchtet. Aber auch zu trocken mögen sie es nicht. Ich selbst, wenn ich mir nicht sicher bin, ob Wasser nötig ist, mache die Probe mit dem Fingerrücken: Den Fingerrücken auf die Erde halten - hat man noch ein Gefühl von Feuchtigkeit, braucht man nicht giessen. Fühlt es sich knochentrocken an, hat die Pelargonie Durst. Mal einen oder 2 Tage knochentrocken bringt eine Pelargonie  natürlich nicht gleich um..............

Wir düngen die Pelargonien hier in der "Saison" etwa 1x in der Woche - dann bekommen sie einen "mächtigen Schubser" Flüssigdünger - einfachen 0-8-15-Dünger zum Gießwasser dazu. Damit haben WIR die besten Erfahrungen gemacht. Auch das muss wohl jeder für sich selbst ausprobieren, mit welchem Dünger er / sie zurechtkommt.

 

Viele Züchter sagen, dass eine Pelargonie über den Winter nur 3-4 x Wasser braucht und keinen Dünger. Wir selbst giessen auch im Winter "nach Bedarf" - will heißen, ich lasse den Ballen zwar auch austrocknen, aber dann wird eben auch gegossen. Gedüngt werden unsere Pelargonien im Winter 1x im Monat etwas "geiziger" als wir es im Sommer machen. Und unsere Pelargonien haben es uns bisher "gedankt" - wir hatten so gut wie keine Ausfälle.

Pelargonien kann man auf mehreren "Wegen" über den Winter bringen. Es gibt das "Hausrezept", dass man sie in den Keller bringt und vielleicht 1x im Monat nach ihnen schaut und ggfs. gießt. Dann brauchen sie im Frühjahr aber auch sehr lang, bis sie wieder "in die Gänge kommen". Und man muss hoffen, dass man sie über den Winter nicht völlig vergißt.

Es gibt Züchter, die sich spezielle Lichtanlagen für ihre Pelargonien im Keller bauen und den Pelargonien somit einen "normalen Tag/Nacht-Rhytmus" simulieren. Dazu kann ich nichts sagen.

Bei uns überwintern die Pelargonien hell auf der Fensterbank. Ich hab keinen Unterschied festgestellt, ob der Raum kühl oder warm geheizt ist - bei uns kommen sie mit beidem klar. Man muss eben nur sein Gießverhalten den Raumtemperaturen anpassen. Diese Überwinterung hat den Vorteil, daß die Pelargonien ziemlich "normal" über den Winter weiter wachsen und der Schock, wenn sie im Frühjahr ins Freie dann kommen, für sie nicht allzu groß ist.  Allerdings kann die Blattfarbe im Winter eteas heller sein als im Sommer.

Bringt man die Pelargonien dann im Frühjahr ins Freie, sollte man sie nicht sofort der prallen Sonne aussetzen - sondern sie lieber erstmal sich im Schatten / Halbschatten aklimatisieren lassen. Sonst könnten die Blätter Sonnenbrandschäden bekommen.

 

Ein "fieser Feind" der Pelargonien ist die Weiße Fliege - miniklein, dass man manchmal glaubt, es wäre eher Staub als ein Insekt. Sie nisten sich gerne ein, wenn die Ballen im Winter zu naß gehalten werden - ihre Larven fressen die Wurzeln. Darum: nie die Ballen zu nass halten - das mag dieses Tier sehr gerne! Am besten im Winter das Gießwasser in die Schale giessen und die Pflanze zieht sich das Wasser selbst von unten rauf.

 

Pelargonien mögen generell viel Licht und die Sonne. Die Blütenfarben werden allerdings kräftiger, je heller bzw. sonniger sie stehen. Es gibt viele eigentlich weiße Sorten, die in der Sonne dann dazu neigen, dass die Blütenblätter sich mehr oder stark rosa verfärben können.